Wenger 70855 Bedienungsanleitung Seite 2

  • Herunterladen
  • Zu meinen Handbüchern hinzufügen
  • Drucken
  • Seite
    / 60
  • Inhaltsverzeichnis
  • LESEZEICHEN
  • Bewertet. / 5. Basierend auf Kundenbewertungen
Seitenansicht 1
PETRUS DE ANCHERANO, Super Sexto Decre-
talium acutissima Commentaria. a plerisque erratis,
a quibus in antiquis Codicibus, Typographorum illius
temepstatis incuria, erant oppressi, nunc liberata,
pristinoque suo, ac innato candori, qua eri potuit
diligentia, restituta. Bologna, apud societatem Ty-
pographiae Bononiensis, 1583.
Quart. Titelblatt mit
Druckersignet, (3), 646, (18) S. Halbleinenband.
Order-no.: IC- 221 ISBN: 978-3-86303-339-2 195,00
lieferbar/available
“Nichts Neues wird unter der Sonne verfasst”,
schreibt Petrus de Ancherano in seinem Vorwort
zu seinem Kommentar zum Liber Sextus von
Papst Bonifaz VIII.: scribitur nihil sub sole novum.
Schon dieser Satz deutet an, dass wir uns im Mit-
telmeerraum benden. Petrus de Ancherano fährt
fort, dass auch sonst nichts Neues mündlich (in den Vorlesungen)
vorgetragen wird. All dies ist bereits vor Jahrhunderten gesagt
und niedergeschrieben worden. Nun ist in der Erinnerung einiges
verlorengegangen: non est priorum memoria. Im Original ist kaum
was erhalten. Das was wir noch wissen, ist in Kommentaren von
nachfolgenden Gelehrten erhalten geblieben. Dann beklagt Petrus
doch überraschend den Untergang der Originalschriften: eorum
scripta in oblivionem transiverint. Das gilt sowohl für die Kanonis-
tik wie die Legistik, wo jedoch Accursius durch seine Glosse vieles
erhalten hat: In iure etiam civili de multis glossatoribus conrmatur
memoria; quia Accursius glossator novissimus eorum opinio.(nem)
in suis glossis deliter recitavit.
Sein Kommentar bemüht sich um eine umfassende Bestandsauf-
nahme zum Liber Sextus von 1298, dem modernsten der päpstli-
chen Gesetzbücher des Corpus iuris canonici. Danach folgt von Pe-
trus de Ancherano ein kurzer Abriss des Rechtsunterrichts und der
dort tätigen Professoren etwa in Pavia, Padua und Perugia.
Petrus de Ancherano (um1330-1416) war einer der berühmtesten
Baldus-Schüler und hat dessen Vorlesungen an der Universität Peru-
gia besucht. Anschließend setzte er seine Rechtsstudien in Bologna
fort, wo er auch promoviert wurde. Seinen Lehrer Baldus behielt er
stets in ehrfurchtsvoller Weise in Erinnerung und nannte ihn oftmals
in seinen Schriften “praeceptor meus”.
An der Universität Bologna begann auch seine Universitätslauahn,
als er ab 1384 über das Liber Sextus Vorlesungen abhielt. Nach einem
Aufenthalt in Venedig, wo er als Consultor der Republik tätig war,
wechselte er für drei Jahre nach Siena (1387-1390) auf einen Lehrstuhl
für die Dekretalen. Ab 1402 lehrte er in Ferrara, kehrte drei Jahre
NEUERSCHEINUNGEN im VICO Verlag aus der Epoche des Ius Commune
später nach Bologna zurück und nahm 1408 einen Ruf
nach Lucca an, um schließlich doch in Bologna seine
Lehrtätigkeit zu beenden.
Der Kommentar zum Liber Sextus ist auf der Grund-
lage seiner Vorlesungen entstanden. Petrus de Anch-
erano berichtet zu Beginn seines Kommentars, dass
er die Vorlesungen während seines Aufenthalts in
Bologna am 15. September und den darauf folgenden
Tagen begonnen hatte, als er den Ruf nach Venedig
angenommen hat: die Lunae 15. Septembris & diebus
15. sequentibus Venetiis moram traxi. Dort an der Uni-
versität Padua setzte er die Vorlesungen ab dem 3. Ok-
tober fort mit Vorlesungen über den Liber Sextus und
den Clementinen.
Eingeschoben im Kommentar ist eine Repetitio zum
Cap. I. zu der Rubrik “De Testamentis, & aliis ultimis
voluntatibus”: “Istud cap. fuit solemniter repetitum
per Petr. de Ancha. Diese Repetitio hat er nicht selbst schriftlich hinter-
lassen, sondern sie ist von anderer Hand niedergeschrieben worden und
zwar im Jahre 1395: ideo ipse non dedit nobis in scriptis.
Petrus de Ancherano war schon zu seinen Lebzeiten berühmt wegen
seines hohen Maßes an Gelehrsamkeit und wegen seines Einusses, den
er durch seine Vorlesungen und Publikationen auf die Entwicklung des
kanonischen Rechts ausübte.
Insgesamt wird sein Kommentarwerk der Spätzeit der Kanonistik
zugerechnet.
Vgl. Coing I/381; Schulte II, 278-282.
In Vorbereitung:
PETRUS DE ANCHERANO, In quinque Decretalium libros fa-
cundissima Commentaria. a plerisque erratis, quibusveterum Ty-
pographorum incuria erant oppressa, nunc liberata, pristinoque suo,
ac innato candori, qua eri potuit diligentia, restituta. Cum celeber-
rima Repetitione cap. Canonum statuta, de Constitutio. itidemque
cap. In praesentia de Probatio, quae veteri in eiditione deerant. Cum
suis summariis nonnullisque clarissimorum Iuriscon. Boschi Codechae
Papiensis, Ioannisque de Monte Ferrato elegantissimis scholiis. Bolo-
gna, apud Societatem Typographiae Bononiensis, 1580-1581, Quart. (I.
Super primo Decretalium) Titelblatt, (16), 384 S.; (II. Super secundo De-
cretalium) Titelblatt, (8), 14, (4), 389 S.; ; (III. Super tertio Decretalium)
Titelblatt, (8), 502 S.; (IV. Super quarto Decretalium) Titelblatt, (8), 179 S.;
(V. Super quinto Decretalium) Titelblatt, (8), 239 S., 102ungez. Bll. Index.
(zusammen: 1.970 S.) 5 Teile in drei Halbleinenbänden.
Order-no.: IC-222 ISBN 978-3-86303-340-8 540,00
CREMONA - Statuta Civitatis Cremonae accuratius quam an-
tea excusa, et cum archetypo collata. Additis quamplurimis, quae
omnia sequenti pagella indicantur. Brescia & Cremona, Per Boninum
de Boninis de Ragusia (C.Draconi & P.Bozola), 1485, 15. & 18. Novem-
ber & 1578. Quart. (I: 1485) (14) CLXII, (5), XXXVI gezählte Blätter; (II: 1578)
Titelblatt mit Wappenholz-
schnitt, (8), 311, (56) S. (zusam-
men: 735 S.) Zwei Teile in einem
Halbleinenband.
Order-no.: Statuta-9
ISBN 978-3-86303-338-5
275,00
lieferbar/available
I. Statuta Civitatis Cremonae
II. Statuta Mercatorum Civita-
tis Cremonae
Berühmtes Recht der oberital-
ienischen Stadt CREMONA, das
in den Jahren zwischen 1387
und 1390 entstanden ist. Erst-
mals publiziert in der frühen
Inkunabelausgabe von 1485
folgte die verbessert, über-
arbeitete Ausgabe von 1578,
die mit vielen Anmerkungen
und nachfolgenden Geset-
zen versehen ist und an der
auch der bekannte Jurist
Bartholomaeus de Puteo
mitgearbeitet hat.
CREMONA liegt in der it-
alienischen Lombardei,
westlich von Mailand. Es ist eine mittelgroße italienische Stadt des
Spätmittelalters. Der Dom wurde in den Jahren zwischen 1107 und
1190 gebaut, vollendet erst im Jahre 1479. Der berühmte Glocken-
turm, der Torrazzo, wurde in den Jahren 1283 bis 1288 gebaut.
CREMONA war eine Stadt der Handwerker, im Europa des Spätmittel-
alters vor allem wegen der Goldschmiedekunst gerühmt. Weltberüh-
mtheit erlangte die Stadt in der Neuzeit durch ihre Geigenbauer: Amati,
Guarneri und Stradivari.
Manzoni II/155; Senato II/313f.
Seitenansicht 1
1 2 3 4 5 6 7 ... 59 60

Kommentare zu diesen Handbüchern

Keine Kommentare