Wenger 70837 Bedienungsanleitung Seite 11

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SPELDOK-AUSTRIA HANDBUCH ZUM ÖSTERREICHISCHEN HÖHLENVERZEICHNIS (Speldok-10)
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3 Historische Entwicklung
Günter Stummer
Praktisch als erstes "Katasterbuch" in Öster-
reich ist das schon erw ähnte Werk von
CZOERNIG-CZERNHA USEN (1926) über die
Höhlen des Landes Salzburgs anzusehen,
dem allerdings administrative Grenzen
zugrunde lagen. Die Idee, ein flächendecken-
des, naturräumliche Grenzen benützendes
und hierarchisch aufgebautes Dokumentati-
onssystem aufzubauen, stammt schon aus
dem Jahre 1934 von Gustave ABEL, der in
langem Briefw echsel mit anderen höhlenkund-
lichen Vereinen eine gesamtösterreichische, ja
sogar w eltw eite Nutzung vorschlug. Aus
verschiedensten Gründen kam es jedoch nicht
zu einer gemeinsamen Nutzung, Abel baute
daher nach seinem Kennziffernsystem von
Salzburg aus "seinen" Kataster auf. Als 1949
auf der Schönbergalm im Dachstein der
Verband österreichischer Höhlenforscher
gegründet w urde, stand als eine w esentliche
Aufgabe die Schaffung eines flächendecken-
den, zentralen Höhlendokumentationssystems
sofort im Zentrum der Arbeit. Es stand rasch
fest, das logistisch hervorragende System
Abels als Grundlage heranzuziehen. In hefti-
gen Diskussionen, an denen sich vor allem
Gustave ABEL, Othmar SCHAUBERGER und
Hubert TRIMMEL beteiligten, ging es vorerst
um die Frage der Ausw ahl der Grenzkriterien,
w obei man sich auf die Dominanz von Tiefen-
linien festlegte. Bei der tatsächlichen Festle-
gung der Grenzziehung der Teilgruppen traten
aber bald größere Unterschiede zur Numme-
rierung Abels auf, der das Netz der Teilgrup-
pen in Salzburg eher engmaschig gezogen
hatte jedoch mit zunehmender Entfernung von
Salzburg immer gröber gestaltete.
Die Erarbeitung der Teilgruppena/jointfilesconvert/447682/bgrenzun-
gen, an der vor allem Klaus CRAMER, Otto
ENGELBRECHT, Walter KRIEG, Viktor
MAURIN, Friedrich OEDL, Willi REPIS,
Othmar SCHAUBERGER, Walter TREIBS,
Hubert TRIMMEL, Karl TROTZL und Volker
WEISSENSTEINER beteiligt w aren, w urde
zügig in Angriff genommen und schon im
ersten Jahrgang der Verbandsnachrichten
1949 finden w ir erste Hinw eise auf diese
Arbeiten. Wenngleich die grundsätzlichen
Gedanken Abels übernommen w urden, sah
schlilich die A/jointfilesconvert/447682/bgrenzung und Nummerie-
rung der Teilgruppen völlig anders aus als in
Abels Konzept. Schon 1950 verw eist daher
Abel in einem in den Verbandsnachrichten
(1. Jg., Heft 2) w idergegebenen Brief, dass er
sich nicht in der Lage sieht, sein Archiv auf die
neuen Kennziffern umzustellen und daher bei
seiner alten Nummerierung bleiben w ird. Die
Unterschiede zw ischen Abels Nummerierung
und der vom Verband erarbeiteten zeigen
beispielhaft die Abb. 1 und Abb. 2.
Abb. 1: Grenzziehung der Teilgruppen nach
dem ÖHV
Abb. 2: Der gleiche Ausschnitt wie in Abb. 1
nach der Konzeption von Gustave ABEL (beide
Abb. aus MAIS 1989)
Bereits ab 1950 finden w ir immer w ieder die
neubearbeiteten Umgrenzungen in den
Verbandsnachrichten. 1952 w ird erstmals von
SCHAUBERGER und TRIMMEL das System
in der Zeitschrift "Die Höhle" dokumentiert und
1954 veröffentlichen PIRKER und TRIMMEL
bereits ein Höhlenverzeichnis Niederöster-
reichs nach diesem System. Laufend w erden
in der Zeitschrift "Die Höhle" nun die Höhlen-
verzeichnisse und Nachträge der einzelnen
Arbeitsgebiete nach dem neuen Kennziffern-
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