
SPELDOK-AUSTRIA HANDBUCH ZUM ÖSTERREICHISCHEN HÖHLENVERZEICHNIS (Speldok-10)
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8.3.3 Katasternummer < Kat. Nr. >
Die Katasternummer besteht aus einer vier-
stelligen Kennziffer und der durch Schräg-
strich getrennten fortlaufenden Höhlennum-
mer. Die vierstellige Kennziffer definiert die
kleinste naturräumliche Einheit. Diese Teil-
gruppen sind durch ständige, nach gleichblei-
benden Gesichtspunkten erfolgende Untertei-
lung größerer Einheiten entstanden (siehe
Kapitel 5). Die Umgrenzung dieser Teilgrup-
pen ist anhand der Österreichischen Karte
1:50 000 eindeutig festgelegt. Innerhalb der
Grenzen einer Teilgruppe vergibt der Kataster-
führer für jede neue Höhle die nächste freie
Nummer. Folgendes Teilungsschema (anhand
der Großeinheit 1000 dargestellt) ist festge-
legt:
KENNZIFFER BEZEICHNUNG
1000 Großeinheit (Nördliche Kalkalpen und Alpenvorland)
1800 Hauptgruppe (Niederösterreichische Kalkalpen)
1830 Untergruppe (Türnitzer Alpen)
1835 Teilgruppe (Türnitzer Höger)
1835/1 erste Höhle in dieser Teilgruppe (Bergerschacht)
8.3.4 Bezeichnung mehrerer Eingänge < E >
Grundsätzlich kann eine Höhle nur mit einer
Katasternummer belegt sein. Besitzt daher
eine Höhle mehrere, oft w eit voneinander
entfernte Eingänge, so sind diese Eingänge im
Feld < E > mit Kleinbuchstaben gekennzeich-
net, z.B.:
1625/17 RIESENEINBRUCH UND SCHNEEMAUL
/17 a Rieseneinbruch
/17 b Schneemaul
Die Anw endung von Kleinbuchstaben hat
auch zu erfolgen, w enn zw ei oder mehrere
Höhlen, die bisher eigene Katasternummern
hatten, durch Neuforschung miteinander
verbunden w erden. In diesem Fall sind die
anderen Eingänge durch Zuw eisung von
Kleinbuchstaben jener Höhle zuzuordnen, die
größer oder bedeutender ist (Entscheidung
durch den katasterführenden Verein). Ent-
sprechende Querverw eise w erden ange-
bracht. Die Namen von Höhlen, die einer
anderen Höhle zugeordnet w urden, w erden
nun in Groß-Klein-Schreibw eise (früher durch
in Klammer gesetzte Katasternummer) ge-
kennzeichnet und dürfen nicht aus dem
Verzeichnis gestrichen oder neu vergeben
w erden. Zum Beispiel:
Kat.Nr. E Name
1547/6 Wasserschacht (siehe jetzt 1547/9 e, f)
1547/7 GAMSHÖHLE
1547/8 Mortonhöhle (siehe jetzt 1547/9 h)
1547/9 DACHSTEIN-MAMMUTHÖHLE
1547/9 a Alter Osteingang
1547/9 b Westeingang
1547/9 c Neuer Osteingang
1547/9 d Oedleingang (früher 1547/10)
1547/9 e Unterer Eingang Wasserschacht (früher 1547/6a)
1547/9 f Oberer Einstieg Wasserschacht (früher 1547/6b)
1547/9 g Einstieg Däumelkogelschacht (früher 1547/32)
1547/9 h u.s.w .
1547/10 Oedlhöhle (siehe jetzt 1547/9d)
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