Wenger 70837 Bedienungsanleitung Seite 44

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SPELDOK-AUSTRIA HANDBUCH ZUM ÖSTERREICHISCHEN HÖHLENVERZEICHNIS (Speldok-10)
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gedämpften Visiergeräte (Suunto etc.) und
Glasfibermbändern liegt sie im Allgemeinen
unter 1 bis 2 m pro 100 m Messzuglänge. Vor-
Rück-Visieren, Rundzüge und dergleichen
verbessern und kontrollieren die Messung.
Besonders bei längeren Bussolen-
Aenvermessungen ist es sehr w ichtig, die
Nadelabw eichung (= Deklination + Meridian-
konvergenz), sow ie einen Korrekturfaktor für
das Gerät (auch neuen Visiergeräte haben
Abw eichungen bis zu +/– 1,) zu berücksich-
tigen. Wird z.B. eine Nadelabw eichung von 3°
(w ie sie in Österreich vorkommen kann) nicht
berücksichtigt, liegt bereits bei einer Distanz
von 100 m die ermittelte Koordinate 5 Meter
daneben!
Ist die Aenvermessung an einen KT-Stein
oder einen Theodolitpunkt angeschlossen,
kommt kein Fehler hinzu. Für die übrigen
Möglichkeiten des Koordinatenursprungs sind
die in diesem Artikel angegebenen Werte zu
addieren.
Einmessung mit Theodolit
Bei exakter Theodoliteinmessung und Berück-
sichtigung der diversen Korrekturfaktoren
kann eine Lagegenauigkeit von +/– 0 m
angegeben w erden.
Einmessung mit GPS
Die üblichen Handheld-Geräte (Garmin eTrex
usw .) zeigen eine Lagegenauigkeit am Display
an (>4 m). Nachmessungen an KT-Steinen
haben aber gezeigt, dass diese Werte oft zu
gering sind. Zusätzliche Fehler können durch
Reflexionen an Felsw änden entstehen. Gibt
man das 1,5-fache des a/jointfilesconvert/447682/bgelesenen Wertes
an, liegt man ganz gut. Gibt das Gerät größere
Ungenauigkeitsw erte an (15 m und mehr), ist
der angegebene Fehler in Wirklichkeit oft noch
w esentlich größer - Faktor 2 und mehr. Diese
Werte können verbessert w erden, w enn
mehrere Messungen über einen längeren
Zeitraum gemittelt w erden.
Handheld GPS mit Differenzialmessung: Das
Gerät ist mit einem Empfänger für Korrektur-
w erte (kostenpflichtig, als Radiow elle übertra-
gen, verschiedene Genauigkeiten) ausgestat-
tet. Man erreicht Lagegenauigkeiten bis unter
+/– 1 m.
Messungen mit einem geodätischen Differen-
zial-GPS haben die Genauigkeit eines Theo-
doliten (+/–0 m).
Sonstige M ethoden
Die Methode des Rückw ärts- bzw . Vorw ärts-
einschneidens kann zu recht guten Ergebnis-
sen führen bzw . die Eintragung in die Karte
präzisieren. Vor allem hier ist es w ichtig, die
Nadelabw eichung/Deklination zu berücksichti-
gen. Die Genauigkeit hängt von der Länge
und dem Schnittw inkel der Visurlinien ab. Bei
rechtw inkeligem Schnitt (Optimalfall) und
mehreren gemittelten Visuren kann der Fehler
um +/– 1 m pro 100 m liegen.
Weitere Möglichkeiten sind durch Orthophotos
(oft auch in digitaler Form) gegeben, w o bei
guter Auflösung hohe Genauigkeiten erzielt
w erden können. (+/– 2 m und w eniger).
Angabe des Umkreises
Die bei den früheren Kodes verw endeten
Abkürzungen (z.B. U260), die ausdrücken,
dass sich die Höhle in einem Umkreis von
130 m von den angegebenen Koordinaten
befindet, w urden für Höhlenballungsgebiete
eingeführt. Sie sollten aber nach Möglichkeit
vermieden, und durch Koordinaten ersetzt
w erden, bei denen die relative Lage der
Höhlen zueinander berücksichtigt w ird. Dies
ist vor allem beim automatischen Erstellen von
Höhlenverbreitungskarten w ichtig, da sonst
Höhlenballungsgebiete als ein Höhlenobjekt
erscheinen.
Höhenfehler
Viele der hier beschriebenen Werte beziehen
sich nur auf die Lagekoordinaten. Streng
genommen müsste für die Höhe eine eigene
Genauigkeitsangabe gemacht w erden, da
diese oft unabhängig oder mit anderer Genau-
igkeit erhoben w ird. Die Einmessung mit
kalibrierten Höhenmessern bei stabiler Wetter-
lage ergibt erfahrungsgemäß Fehler um +/–
10 m.
Zusammenfassung
Herausmessen aus ÖK 50 / 25 V bei
Eintragung vor Ort: +/- 50 m
GPS (übliche Handheldgeräte): Ange-
zeigter Genauigkeitsw ert * 1,5
Bussolenvermessung: +/– 2 m / 100 m
Messzuglänge + Fehler des Koordina-
tenursprungs
Theodoliteinmessung: +/– 0 m
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